US-Notenbankchef Jerome Powell schließt den privaten Sektor bei der Schaffung eines digitalen Dollars aus der Fed-Vorsitz betonte, dass geldpolitische Funktionen den Zentralbanken unabhängig von den operierenden Ökosystemen überlassen werden sollten

Jerome Powell, der Vorsitzende der US-Notenbank, hat erklärt, dass private Unternehmen nicht am Entstehungsprozess eines digitalen Dollars beteiligt sein sollten. Bei seinem Auftritt vor dem Finanzdienstleistungsausschuss des Repräsentantenhauses am 17. Juni betonte der Fed-Vorsitzende, dass geldpolitische Aufgaben unabhängig von den operierenden Ökosystemen den Zentralbanken überlassen werden sollten.

Zum Fortschritt des digitalen Dollars merkte Powell an, dass die Fed es der Öffentlichkeit schuldig sei, mit den Entwicklungen in diesem Raum Schritt zu halten. Mit dem Bitcoin Trader mit zu halten ist allerdings für eine regulierte Kryptowährung sehr schwer. Folglich hat die Finanzaufsicht Wert darauf gelegt, die Feinheiten der digitalen Vermögenswerte zu verstehen, um ihr öffentliches Gut zu bewerten.

Private Unternehmen von der Schaffung des digitalen Dollars ausgeschlossen

Zu Beginn dieses Jahres wurde vom ehemaligen CFTC-Vorsitzenden Christopher Giancarlo zusammen mit anderen namhaften Akteuren der Finanzdienstleistungsbranche ein Vorschlag zum digitalen Dollar lanciert.

Diese Empfehlung hatte private Unternehmen und die Fed vorgeschlagen, gemeinsam auf die Schaffung des digitalen Dollars hinzuarbeiten. Nach dem vorgeschlagenen Layout würde diese digitale Währung das derzeitige US-Bankensystem nutzen, um mit der Unterstützung der Fed zweistufige Dienstleistungen anzubieten.

Diese Frage wurde von Rep. Tom Emmer (R-MN) als Frage an Powell gestellt und löste damit die Klärung der geldpolitischen Funktionen aus. Seiner Meinung nach würde eine Zusammenarbeit mit dem privaten Sektor die Idee des Gemeinwohls außer Kraft setzen:

„Der private Sektor ist nicht an der Schaffung der Geldmenge beteiligt. Das ist etwas, was die Zentralbank tut. […] Ich glaube nicht [glaube], dass die Öffentlichkeit die Idee begrüßen würde, dass private Angestellte, die nicht nur dem öffentlichen Wohl gegenüber rechenschaftspflichtig sind, für etwas so Wichtiges verantwortlich wären.

Bemerkenswert ist, dass Powell mit dem Vorschlag eines digitalen Dollars auch einige Mängel ansprach. Eines der Hauptanliegen ist die Ausgewogenheit einer fairen Aufsicht über den digitalen Dollar.

Laut Powell gibt es eine Menge Fragen, wenn es um den Datenschutz bei Transaktionen geht, was bedeutet, dass es schwierig wäre, die Grenzen der Kontrolle der Fed abzustecken. Er wollte jedoch dem Finanzdienstleistungsausschuss des Repräsentantenhauses versichern, dass die Fed nicht vor etwas zurückschrecken wird, das für die Reservewährung der Welt, den US-Dollar, vorteilhaft ist.

China in der Sonnenaufgangsphase

Während die USA weiterhin über den Wertbeitrag des digitalen Dollars debattieren, hat China bereits ein Pilotprojekt für den digitalen Renminbi (RMB) gestartet. Diese Initiative war seit etwa fünf Jahren in Arbeit und ist angesichts Chinas umfangreicher Nutzung von Zahlungen für mobile Anwendungen wie und WeChat recht vielversprechend.

Daraus folgt, dass ein vollständiges Auffegen des Fiat-Geldes innerhalb der chinesischen Wirtschaft als Ersatz für den digitalen Yuan bald Realität werden könnte. Trotz dieser Fortschritte ist nicht garantiert, dass China den US-Dollar angesichts seiner beträchtlichen Marktdominanz als Reservewährung verdrängen wird. Auch auf den Devisenmärkten ist der Euro dem CNY immer noch deutlich voraus.